EHRENGAST: ZÜLFÜ LIVANELI

Bir Yudum İnsan: Zülfü Livaneli

„Eine Priese Menschlichkeit: Zülfü Livaneli“

TR 2005, 65 min., OmU
Bir Yudum İnsan: Zülfü Livaneli
Regie: Nebil Özgentürk

Regisseur Nebil Özgentürk nähert sich Livaneli mit persönlichen Interviews und Archivbildern, indem er mit ihm auf eine Zeitreise geht, in der er ihn vom jungen, politisch inhaftierten Livaneli der 70er Jahre bis hin zu seiner Ernennung als UNESCO-Friedensbotschafter begleitet. Man lernt Livaneli auch privat kennen, mit seinen Tiefen und Höhen, seinen Ängste, seinen Freuden. Am Ende hat man einen Freund mehr.

Nach der Vorführung des Porträtfilmes stellt sich Zülfü Livaneli einem Podiumsgespräch im Festsaal des K4.


Vorstellungen:
 29.2.2008   20:00  |  Kino: Festsaal

Sis

„Der Nebel“

TR 1989, 105 min., OmU
Sis
Regie: Zülfü Livaneli

Die Familie eines Richters hört aus den Morgennachrichten im Radio vom erfolgreichen Militärputsch in der Türkei – mit unterschiedlichen Reaktionen etwa der zwei jungen Brüder. 18 Jahre später, nachts irgendwo in der Großstadt: ein Schuss fällt, ein Mann stirbt. Es ist einer der Söhne des nun Ex-Richters, ein links engagierter Student, der mit seinem anderen, rechts orientierten Bruder nahe der Universität eine Wohngemeinschaft hat. Wer war der Mörder, und warum? Der Vater begibt sich auf Spurensuche und gerät in ein Gestrüpp von Mutmaßungen, Widersprüchen, Verschleierungen und Lügen.

»Nebel« erzählt am Beispiel einer Familiengeschichte von den gesellschaftlichen Widersprüchen und Konflikten, die das Leben in der Türkei prägen, davon wie Kleinmut, Opportunismus, Habgier und Ignoranz sich zu einem undurchdringlichen sozialen Dschungel – Nebel – verdichten können, in dem sich sämtliche Spuren von Wahrheit verflüchtigen.
Wie schon in »Eisenerde, Kupferhimmel« stand der Deutsche Jürgen Jürges hinter der Kamera und schuf oft düstere, stets aber dichte Bilder, die dem Film eine Atmosphäre von allgegenwärtiger Bedrohung verleihen.
»Nebel« wurde auf renommierten Filmfestivals wie Valencia und Montpellier mit dem Preis des „Besten Films“ ausgezeichnet.


Darsteller:
Aslı Altan, Rutkay Aziz, Sevtap Parman, Uğur Polat

Vorstellungen:
 29.2.2008   18:00  |  Kino: Filmhaus
 08.3.2008   11:00  |  Kino: Filmhaus
 09.3.2008   16:45  |  Kino: Filmhaus

Yer Demir Gök Bakır

„Eisenerde Kupferhimmel“

TRD 1987/88, 98 min., WDR&Roadmovies, OF
Yer Demir Gök Bakır
Regie: Zülfü Livaneli

Angst beherrscht das Leben der Bewohner eines anatolischen Bergdorfes: vor ihrem Bürgermeister sowie vor einem unsichtbaren Gläubiger. Denn die Menschen leben als Schicksalsgemeinschaft in ihrem eingeschneiten Dorf wie in einem Gefängnis, abgeschnitten von der Außenwelt. Zudem stehen sie aufgrund schlechter Ernte bei einem städtischen Kaufmann in Schulden, die der nach der Schneeschmelze durch Besitzpfändung eintreiben kann. Der Bürgermeister ordnet an, dass alle Besitztümer versteckt werden sollen, jedoch widersetzt sich dem ein Außenseiter namens Taşbaşoglu. Vielleicht ist er ein Heiliger und kann die Dorfgemeinschaft retten? Eventuell vollbringt er sogar Wunder?

Livaneli hat mit diesem Debüt als Regisseur einen der bekanntesten Romane Yaşar Kemals verfilmt. Der von Wim Wenders koproduzierte Film lebt ganz wesentlich von der poetischen Kraft der Bilder in einer archaisch anmutenden Winterlandschaft und dem intensiven Spiel aller Akteure. So entstand ein zeitloses »Volksmärchen«, dessen Substanz überall verstanden werden kann. Der Film wurde 1987 im offiziellen Programm von Cannes uraufgeführt und von europäischen Filmexperten als einer der besten Filme Europas eingestuft.


Darsteller:
Rutkay Aziz, Yavuzer Çetinkaya, Macide Tanır, Gürel Yontan, Uğur Esen, Serap Aksoy, Peter Schulze, Ingeborg Carstens

Vorstellungen:
 28.2.2008   21:00  |  Kino: Tafelhalle
 29.2.2008   18:30  |  Kino: Festsaal
 06.3.2008   13:00  |  Kino: Festsaal